Austausch Brest PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ruth Ellendorff   
Donnerstag, den 20. November 2008 um 15:10 Uhr

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Frankreichaustausch mit dem Collège de Penn ar C'hleuz in Brest

Schon 12 Jahre und auch in 2012 heißt es wieder: Bienvenue les Bretons...

Wer kann mitfahren?

Dieser Austausch richtet sich an alle Schüler des 8. und 9. Jahrganges, die an der Herderschule Französisch lernen. Es kommt hierbei nicht darauf an, ob man "gut" oder sogar besser in Französisch ist, vielmehr ist ein solches Erlebnis oftmals der Aufbruch in ein tieferes Verstehen der Sprache. In einer solchen Situation versteht man, dass man einiges dazu lernt, auch wenn man nicht immer alles versteht.

Was ist das für eine Schule?

Unsere Partnerschule, das Collège de Penn ar C'hleuz in Brest ist eine Gesamtschule, die bis zur 10. Klasse führt. Dabei ist zu beachten, dass es in Frankreich generell keine Unterteilung in Haupt-, Realschule und Gymnasium gibt.

Was gibt es vor Ort?

Die Schule liegt in der Stadt Brest, welche unter anderem einen wichtigen Handelshafen Frankreichs beherbergt. Aufgrund der strategisch günstigen Lage der Stadt  gibt es einen Marinestützpunkt. Etwa 140.000 Einwohner leben in dieser Stadt an der westlichsten Spitze Frankreichs, darunter auch Studenten der ansässigen Universität. Paris liegt etwa 600 km entfernt.

Was machen wir dort?

Unser diesjähriger Austausch beginnt mit dem Flug von Hamburg nach Paris, Flughafen Charles de Gaulle, um zunächst die bekannteste Stadt Frankreichs für einen Tag kennen zu lernen. Daraufhin fahren wir mit dem TGV, dem französischen Schnellzug, der bis zu 300 km/h erreichen kann, nach Brest. Dort wird das Programm der Gastgeber in vollen Zügen genossen. Das Leben in den französischen Familien als auch die Teilnahme am Unterricht gehören zu den dortigen Programmpunkten. Aber auch die Region und die Sehenswürdigkeiten werden dort nicht zu kurz kommen, wenn es z.B. heißt: "Wir gehen ins Océanopolis." Hierbei handelt es sich um einen Erlebnispark zum Thema Ozeane mit 42 Meerwasser-Aquarien unterschiedlicher Größe und einem Schwerpunkt auf Flora und Fauna der bretonischen Küste.

Und wieviel kostet das alles?

Die Kosten für einen solchen Austausch liegen bei etwa 300 EUR, wobei dieser Preis abhängig ist, von den jeweiligen Reisekosten und den Zuschüssen durch das OFAJ, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW).

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Blick auf den Hafen von Brest

Was kann ich dort erleben?

BERICHT von der Austauschfahrt im Jahre 2007 - Französischlerner aus Jg.9 in Brest vom 11.-20.05.2007

Die Franzosen hatten uns im Advent 2006 besucht und im Mai haben Herr Haus und Frau Sprung-Reimann mit uns den Gegenbesuch angetreten. Mit den von Frau Ellendorff und Frau Mattheus begleiteten 10.Klässlern, die zum selben Termin nach Le Havre in die Normandie fuhren, haben wir uns für die Nachtfahrt von Lüneburg nach Paris und eine Woche später zurück einen Reisebus geteilt. Leider kam der Bus sowohl in Lüneburg als auch eine Woche später in Paris jeweils 1-2 Stunden später als vereinbart zum Treffpunkt. Die Busfahrt war sehr anstrengend. Trotzdem kamen wir hellwach und begeistert am Samstag morgen in Paris an, haben uns im Hotel kurz frisch gemacht um dann den ganzen Tag lang Paris zu erkunden: Die Kathedrale Notre Dame, das Rathaus, das jüdische Viertel, dann die beiden Triumphbögen, der ultramoderne und der klassische, ein Spaziergang über die Champs-Elysées, ein Kurzbesuch bei Mona Lisa im Louvre, eine abendliche Bootsfahrt auf der Seine mit baguette und schließlich der Eiffelturm: In der Dämmerung sind wir noch hochgefahren und als wir runterkamen, war es bereits dunkel und der Eiffelturm wurde beleuchtet. Gegen Mitternacht kamen wir total erschöpft wieder zurück ins Hotel und fielen todmüde in unsere Betten. Nach dem Frühstück im Hotel (ohne Teller !) ging es wieder per Metro zum Bahnhof und mit dem TGV nach Brest, wo wir von unseren Gastfamilien herzlich empfangen wurden. In der Woche in Brest haben wir viel unternommen:Eine Rallay durch das Zentrum von Brest, ein Tagesausflug nach Concarneau mit Besichtigung der Fischauktionshalle (in der es sehr unangenehm roch), dem Besuch eines wunderschönen Wochenmarktes und der historischen Altstadt (ville close), eine ganztägige Exkursion in das Océanopolis in Brest, ein großes Meereszentrum, in dem es Fische und Meerestiere aus aller Welt bis hin zu Pinguinen und Haifischen zu sehen gab. Dann sind wir natürlich auch mit unseren Austauschpartnern in die Schule gegangen; der Unterricht ging zum Teil bis 17.30 Uhr ! Wie bei uns ist Himmelfahrt auch in Frankreich Feiertag, und so gab es ein freien Tag mit der Gastfamilie vor dem eigentlichen Wochenende. Der Abschlussabend am Freitag fand in einem kleinen Freizeitpark statt, wo sich alle Franzosen und Deutschen zusammen amüsierten. Der Abschied am Samstag mittag am Zug nach Paris fiel schwer, doch wurde von manchen gleich ein Wiedersehen für die Sommerferien geplant. Sonntag morgen kamen wir erschöpft von einer weiteren Nacht im Bus in Lüneburg wieder an.

(Nach einem Bericht von Laura Boß und Julia Kiehl)

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 27. Februar 2012 um 21:11 Uhr