Innerhalb unseres letzten Projektes - Lieder und Songs zum Thema "Freiheit" - hat der Chor der 5. Klassen die Kinderoper "Brundibár" von Hans Krasa aufgeführt. Dieses Stück wurde in Theresienstadt über 50mal von dorthin deportierten Kindern gespielt und versinnbildlicht wie kaum ein anderes Werk den Freiheitswillen und die Menschlichkeit in größter Not durch die Unterdrückung der Nationalsozialisten. Fast alle Kinder, die diese Oper damals spielten, wurden wenig später ermordet.
Mit den Einnahmen des Konzertes wurden zwei Stolpersteine finanziert, die an zwei Opfer in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg zur Zeit des Nationalsozialismus erinnern.
Einige Eindrücke von diesem Konzert (Die Bilder hat Herr Leinss zur Verfügung gestellt):
Am 9. November 2008 führte der Chor der 5. Klassen noch einmal zwei Stücke aus "Brundibár" innerhalb der Ausstellungseröffnung "Die Mädchen von Zimmer 28" auf. Diese Ausstellung erinnert an die Bewohner des Zimmers 28 in Theresienstadt, von denen einige auch bei den Aufführungen der Kinderoper beteiligt waren. Eine der Überlebenden, Frau Merova, die auch selbst Brundibár in Theresienstadt mehrfach als Kind gesehen hat, nahm an der Eröffnung der Ausstellung teil. Es war uns eine große Ehre und sehr bewegend, für Frau Merova ihr Lieblingslied aus Brundibár, das Wiegenlied, zu singen. Frau Merova war damals in Theresienstadt so alt, wie die Kinder, die heute Krasas Musik aufführten. In der Ausstellung im Foyer der Leuphana-Universitätsbibliothek war auch ein Nachbau des Zimmers 28 zu sehen, das eindrücklich die beengten Verhältnisse in Theresienstadt widerspiegelte.
Der Chor mit Frau Bollgöhn von der Geschichtswerkstatt, die die Ausstellung organisiert hat, und Herrn Sielemann kurz vor dem Auftritt.
Der Chor bei seinem Auftritt.
Ein Teil des Chores beim Singen.
Unsere zwei Solistinnen beim Schlusschor - Aninka und Pepicek - oder Luisa und Anna.
Frau Merova (rechts) und Frau Brenner-Wonschick (links), die die Ausstellung erarbeitet hat.
Die Bilder hat Frau Wenzel für uns gemacht - vielen Dank.
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. September 2009 um 14:14 Uhr