„Heutzutage herrscht eine deutlich spürbare Tendenz zur Isolierung, die das gesellschaftliche Miteinander erheblich erschwert. Genau jetzt kann eine positive Musikerfahrung ein Schlüsselerlebnis sein, wenn es darum geht, Kinder und Jugendliche für ein gutes soziales Klima zu sensibilisieren.“[1]
Musik und vor allem musikalische Betätigung wird als ein immer wichtigerer Faktor erkannt. Studien belegen die in allen Bereich positiv-fördernde Wirkung des Musizierens[2]. Allein im Chor haben alle Menschen die Möglichkeit, sich auch ohne musikalische Vorbildung im Elternhaus aktiv musikalisch auszudrücken. Physiologische Störungen, die das Singen wirklich ausschließen, sind äußerst selten[3]. In einer Zeit, in der häufig das emotionale Erleben des Menschen zu kurz kommt, bildet das aktive musikalische Arbeiten hier einen wichtigen Gegenpol. Hinzu kommt der wichtige Aspekt der Präsentation, des souveränen Agierens vor einer Gruppe und der sensiblen Schulung des Körpergefühles. Bei den jährlichen Konzerten und Auftritten erfahren die Schülerinnen und Schüler, die im Chor aktiv sind, nicht nur tiefe emotionale Erlebnisse, sondern sie erfahren dabei auch mit einer nachhaltigen Stärkung des Selbstwertgefühles verbunden das gemeinsame Präsentieren eines lange erarbeiteten Ergebnisses.
Auch Verantwortungsfähigkeit – z. B. bei der Übernahme von wichtigen Aufgaben, bei der gemeinsamen Durchführung und Organisation – und Kreativität – z. B. bei der Entwicklung von Ideen zur Aufführung – sind wichtige Schwerpunkte der Chorarbeit.
Die Arbeit im Chor findet stets im Spannungsfeld statt zwischen den Wünschen der beteiligten Schülerinnen und Schüler und einer Heranführung der Beteiligten an unbekannte Literatur. Der Chor hat dabei die Aufgabe, eine behutsame Öffnung der Chorteilnehmer auf andere Musikstile, andere Kulturen und andere Auffassungen zu unterstützen.
Soweit es sich thematisch anbietet, sind fächerübergreifende Aspekte sinnvoll und auch bei Präsentationen und Aufführungen einzubringen.
Der Chor ist darüber hinaus entscheidend bei der Repräsentation der Schule beteiligt. Auch Auftritte bei nicht-schulischen Angelegenheiten dienen nachhaltig diesem Ziel. Am Bild der Schule nach außen aktiv und spürbar mitgestalten zu können, ist eine große Chance für die Beteiligten.
Eine Chorarbeit, die alle diese Bereiche sinnvoll und nachhaltig bearbeiten soll, muss altersgemäß geschehen. Jugendliche der 12. Klasse identifizieren sich selbstverständlich mit anderen Musikstilen als Kinder der 5. Klasse. Eine Förderung leistungsstärkerer Schüler fördert den Anreiz, sich einzubringen und hebt spürbar das Niveau der Chorarbeit.
IST-Zustand
In diesem Sinne hat sich die Herderschule entschieden, der Chorarbeit einen Schwerpunkt einzuräumen. Im Schulprogramm ist zu lesen: Der musische Bereich (MU, KU, DSP, Musical und Theater) erfährt besondere Unterstützung, weil dadurch die Persönlichkeitsbildung der Schüler/innen und das Gemeinschaftsleben an der Herderschule gefördert werden.
Die Herderschule leistet ihren Beitrag zu dieser Verpflichtung, indem sie ...
·den Chor-AGs insgesamt 6 Stunden zu Verfügung stellt.
·die 6. Stunde am Montag für den Unterricht gesperrt hat, lediglich der Chor darf hier arbeiten.
·eine jährliche Arbeitsfahrt des Jugendchores von Mo. – Fr. unterstützt.
·einen Probentag am Vormittag als Generalprobe für die Chöre der Klassen 5 – 7 unterstützt.
·weitere Termine – z. T. auch in der Schulzeit – für Auftritte genehmigt.
·den Raum der Aula als geeigneten Präsentations- und Aufführungsort bereitstellt.
·die Aula-Technik-AG unterstützt, die eine angemessene Darbietung in der Aula erst ermöglicht.
In der Chorarbeit zeigt sich an der Herderschule zunächst die altersgemäße Aufteilung der Chöre in
-einen Chor der 5. Klassen (Leitung: Herr Sielemann)
-einen Chor der 6. Klassen (Leitung: Frau Hoffmann)
Die Chöre der 5. – 7. Klassen arbeiten am Montag in der 6. Stunde zeitgleich in drei verschiedenen Räumen. Die Raumsituation kann insgesamt als befriedigend bezeichnet werden, wobei die Proberäume U3 (der „große Musikraum“) und die Aula sehr geeignet erscheinen, der „kleine Musikraum“ U2 muss aber für eine effektive Chorarbeit, die auch viel mit Bewegung arbeitet, bei einer Chorgröße von ca. 30 Schülern als deutlich zu klein bezeichnet werden.
Die Leitung eines Jahrgangschores liegt aus Gründen der Kontinuität stets in einer Hand.
Die ChorleiterInnen haben sich entschieden, den Chören der Klassen 5 – 7 die 6. Stunde am Montag zuzuteilen, da viele Schülerinnen und Schüler der Herderschule aus dem ländlichen Umland kommen und daher ein AG-Termin am Nachmittag für die am Gymnasium noch sehr jungen Schülerinnen und Schüler eine deutliche und häufig auch nicht zu bewältigende Zusatzbelastung bedeuten würde. Daraus folgt, dass jeder der drei Chöre mit einer Stunde unterrichtet wird. Die Chorgröße wurde im Sinne einer organisatorisch durchführbaren und effektiven Chorarbeit auf je 40 Teilnehmer begrenzt, wobei eine leichte Abweichung nach oben im Ermessen des Chorleiters steht.
Eine das Schuljahr eröffnende Begrüßungs- und Informationsveranstaltung in der Aula ist für alle interessierten Schülerinnen und Schüler offen, anschließend erfolgt die verbindliche Anmeldung in der AG. Zwar besteht laut Erlass die Möglichkeit, eine AG zum Halbjahr zu verlassen, doch werden die Schülerinnen und Schüler darauf hingewiesen, dass eine sinnvolle Chorarbeit nur stattfinden kann, wenn sie sich über ein ganzes Schuljahr verpflichten am Chor teilzunehmen, da die Hauptpräsentation – das Konzert – der Chöre immer erst am Ende des Schuljahres stattfindet. Selbstverständlich hat dennoch jede Schülerin/ jeder Schüler die Möglichkeit, die AG bereits zum Halbjahr zu verlassen. Dies geschieht jedoch bisher äußerst selten.
Bei einer zu großen Anmeldezahl wird nicht nach Können der Schülerinnen und Schüler ausgewählt, sondern nach Los. Schülerinnen und Schüler, die einmal nicht am Chor teilnehmen konnten, werden nach Möglichkeit bei der nächsten Wahl bevorzugt.
Die Chöre der Klassen 5 – 7 gestalten pro Schuljahr ein gemeinsames Konzert, das im zweiten Halbjahr stattfindet (meist April/ Mai). Hier ergaben sich bisher auch schon fächerübergreifende Aspekte (z. B. „Brundibàr“ => Geschichte, „Weltreise“ => Erdkunde).
Da die für eine Aufführung nötigen Zusatztermine sehr umfangreich sind (ca. 20 Stunden), bedeutet diese „Schlussprobenzeit“ für die beteiligten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte eine große Zusatzbelastung. Die Schulleitung entscheidet hier über mögliche Entlastung bei den Chorteilnehmern (z.B. durch Blocken dieser Tage für Klassenarbeiten), die Jahrgangskollegen nehmen nach Möglichkeit bei der Stellung von Hausaufgaben etc. Rücksicht. Die Chorleiterinnen und –leiter erhalten v. a. dadurch einen Ausgleich, dass die Generalprobe am Vormittag stattfinden darf (nach jeweiliger Genehmigung durch GK) und die wöchentlichen Chorproben im Regelfall nach der Aufführung bis Schuljahresende entfallen (ca. 8 – 12 Wochen). Auf einen weiteren Ausgleich der angefallenen Überstunden verzichten die Chorleiterinnen und –leiter zu Gunsten einer möglichen flexiblen Probenplanung.
Die Konzerte werden vor allem innerhalb der Schule durch Handzettel und Plakate beworben. Allerdings wird auch die Zeitung für eine Vorankündigung informiert und zur Aufführung eingeladen, einige Plakate werden auch außerhalb der Schule aufgehängt. Auf der Homepage erscheint ebenso das Plakat.
Inhaltliche Ausrichtung
Die Chorliteratur in den einzelnen AGs ist altersgemäß angemessen. So singt der Chor der 5. Klassen vor allem einstimmige, deutschsprachige Lieder, im Chor der 6. Klassen wird durch einige zweistimmige Sätze bereits das mehrstimmige Singen angebahnt, im Chor der 7. Klassen können bereits – je nach Vermögen der Gruppe – auch dreistimmige Sätze musiziert werden, hier kann erstmals ein Schwerpunkt auf der angloamerikanischen Popmusik liegen. Ein bis zwei Stücke erarbeiten stets alle Chöre, so dass sie gemeinsam einen oder zwei Songs/ Lieder vortragen können. Dies fördert sehr das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Chorsängerinnen und –sänger der Klassen 5-7 und ist stets ein anrührender Moment für alle Zuschauer.
In den Chören der Klassen 5 – 7 erlernen die Schüler grundlegende Stimm- und Atemtechniken, gewinnen Sicherheit im Umgang mit der eigenen Stimme und erhalten bereits einen – häufig ersten - tiefen Einblick in das Sozialwesen eines Chores. Leistungsstarke Sängerinnen und Sänger erhalten Extraaufgaben, wie z.B. ein Solo. Die Leistung der ganzen Gruppe steht bei einem Projekt aber stets im Vordergrund.
Vielfach bietet sich eine Unterstützung des Gesangs durch Bewegungen an.
Eine Teilnahme an den Chören der 5. – 7. Klassen soll unmittelbar auf die Teilnahme am Jugendchor vorbereiten.
Selbstverständlich schult das Singen im Chor auch den Umgang mit Noten. Gezielte Hinweise auf grundlegende Parameter, die bereits aus dem Notentext hervorgehen, helfen den Schülerinnen und Schülern hier, die Noten als schriftliche Fixierung der Musik und damit Gedankenstütze zu erkennen.
Für pianistisch fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Jahrgänge der Herderschule ist es eine interessante Aufgabe und Herausforderung, die Begleitung eines Chores oder einzelner Songs beim Konzert zu übernehmen. Dies geschieht natürlich freiwillig, eine Mitwirkung wird im Zeugnis vermerkt.
Jugendchor
Organisation
Der Jugendchor probt verlässlich am Dienstag Nachmittag, außerhalb der Schulzeit zwei Stunden. Er bildet das Herz der gesamten Chorarbeit an der Herderschule. Daher ist die Teilnehmerzahl unbegrenzt, die Teilnahme ohne jegliche Aufnahmeprüfung o. ä. möglich und die Stundenzahl doppelt so groß wie in den anderen Chören. Alle Schülerinnen und Schüler, die möchten, sollen am Jugendchor teilnehmen können.
Der Probenplan, der für die Schüler öffentlich aushängt und jederzeit im Internet abzufrufen ist (http://herderschule.info => Unterricht => Arbeitsgemeinschaften => Jugendchor), gibt Auskunft über Extraproben oder anderweitige Veränderungen des regelmäßigen Probengeschehens.
Ein Eintritt ist nur zu Beginn des Schuljahres erwünscht und nur bei einer sicheren Teilnahme an der Chorfahrt zum Halbjahreswechsel möglich. Auch der Jugendchor ist eine ganzjährig laufende AG, daher ist auch hier ein Austritt zum Halbjahreswechsel nicht erwünscht.
Der Jugendchor ist auf vierstimmig-gemischtes Singen ausgelegt, sofern die Anzahl der Männerstimmen ausreicht.
Vier Chorsprecher – aus jeder Stimme einer/ eine – stehen dem Chorleiter beratend zur Seite, bringen eigenständige Ideen ein, sammeln Ideen aus dem Chor, helfen bei der Organisation der Konzerte, bringen eigene Beiträge zur Durchführung der Chorfahrt und sind für alle Chorsängerinnen und -sänger sowie für den Chorleiter Ansprechpartner. Sie werden von den jeweiligen Stimmenmitgliedern im Chor jedes Jahr neu gewählt.
Der Jugendchor führt jedes Jahr zusätzlich zur wöchentlichen Probenarbeit eine Arbeitsfahrt von Mo. – Fr. durch. In dieser Zeit wird intensiv am aktuellen Programm gearbeitet. Darüber hinaus ist die Chorfahrt wichtig für den sozialen Zusammenhalt des Chores, da die Teilnehmer aus vielen unterschiedlichen Stufen und Klassen kommen und sich daher nicht kennen. Auf der Chorfahrt werden vielfältige Möglichkeiten gegeben, die anderen Sängerinnen und Sänger kennen zu lernen. Einzelne Teilnehmer, die noch Probleme bei der Stimmbehandlung zeigen, werden in Einzelunterrichtseinheiten von den betreuenden Lehrkräften und/oder sehr erfahrenen Schülerinnen und Schülern gefördert. Um Kosten der Chorfahrt möglichst gering zu halten, fährt der Chor schon seit 6 Jahren in die JH Uelzen. Der Verein der Eltern und Freunde der Herderschule unterstützt die Eltern finanziell, für die die Kosten eine nicht aufzubringende Belastung darstellt. Die Chorfahrt ist für das hohe Niveau der Choraufführungen unverzichtbar.
Da auch beim Jugendchor die für eine Aufführung nötigen Zusatztermine sehr umfangreich sind (ca. 25 Stunden), bedeutet diese „Schlussprobenzeit“ für die beteiligten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte eine große Zusatzbelastung. Hier gelten die gleichen Regelungen wie bei den Chören der 5. – 7. Klassen. Allerdings findet die Generalprobe des Jugendchorkonzertes planmäßig nachmittags statt.
Zusätzlich zur Werbung, die mit der Bewerbung des Konzertes der 5. – 7. Klassenchöre übereinstimmt, bewerben einige Teilnehmer des Chores die Aufführungen eigenständig innerhalb der Schule durch die Darbietung ausgewählter Ausschnitte o. ä.
Inhaltliche Ausrichtung
Der inhaltliche Schwerpunkt der Chorarbeit liegt auf der Erarbeitung eines abendfüllenden Konzertprogramms. Hier bildet die angloamerikanische Popmusik den größten Anteil. Den Schülern gelingt so eine Identifizierung mit dem Chor sehr leicht. Auf diesem Rückgrat werden bei jedem Programm auch den Schülern unbekannte Stücke auch aus dem klassischen Bereich oder dem Volkslied eingestreut, um eine kulturelle Offenheit zu bewahren bzw. zu erzeugen. Stehen die klassischen ungewohnten Werke themengleichen Stücken aus der vertrauten Popmusik als gleichwertig gegenüber, werden sie von den Schülerinnen und Schülern als Bereicherung erkannt und akzeptiert.
Die Sätze sind in der Regel vierstimmig gemischt (SATB), meist mit (Klavier-)Begleitung. Diese übernehmen nach Möglichkeit pianistisch erfahrene Chorteilnehmer.
Die jährlichen Konzerte bilden meist eine Zusammenstellung verschiedenster Songs und Lieder zu einem vom Chor gewählten Oberthema. Bei der Darbietung bilden auch kleinere, einfache Choreographien einen wichtigen Teil. Diese werden meist von den Schülerinnen und Schülern selbst entwickelt und einstudiert. Leistungsstärkere Teilnehmer erhalten die Möglichkeit am => JugendKammerchor teilzunehmen oder können Soli vortragen. Auch beim Konzert des Jugendchores steht aber die gemeinschaftliche Leistung eindeutig im Vordergrund.
JugendKammerchor
Organisation
Der JugendKammerchor ist als Angebot für die Förderung fortgeschrittener Schülerinnen und Schüler gedacht. Voraussetzung für die Teilnahme am JugendKammerchor ist daher die AG-Teilnahme am Jugendchor sowie das einmalige Bestehen einer Aufnahmeprüfung.
Die Aufnahmeprüfung besteht im Vortrag eines geübten, selbst gewählten Stückes, dem Nachsingen einiger Übungen, dem Vortrag von im Jugendchor bereits geübten Auszügen sowie eines sehr leichten Kanons als prima vista Vortrag. Ferner wird die Kraft der Stimme – damit das eigene Selbstbewusstsein zur eigenen Stimme - und die Fähigkeit, im Kanon die eigene Stimme zu halten, beurteilt. Die Bewerberin/ der Bewerber darf in keinem Punkte schwerwiegende Probleme haben und muss in mind. drei Punkten überdurchschnittliche Leistungen bringen. Der Chorleiter beurteilt die Leistungen direkt im Anschluss an die Prüfung und erläutert dies der Bewerberin/ dem Bewerber.
Der JugendKammerchor probt eine Stunde direkt im Anschluss an den Jugendchor. Auch der Probenplan des JugendKammerchores ist für die Schülerinnen und Schüler jederzeit einsehbar.
Inhaltliche Ausrichtung
Inhaltlich gilt mit einigen Modifikationen das gleiche für den JugendKammerchor wie für den Jugendchor. Er erarbeitet allerdings durchaus anspruchsvollere Sätze, die vorwiegend a cappella gesungen werden.
Schulleben
Die Chöre der Herderschule sind ein maßgeblicher Teil bei der Gestaltung des Schullebens. Neben den jährlichen Konzerten treten sie noch umrahmend oder bereichernd in zahlreichen Schulveranstaltungen auf[4].
Zusätzlich zu den eigenen Sommerkonzerten veranstalten die Chöre gemeinsam auch mit weiteren Musik-AGs alle zwei Jahre ein Weihnachtskonzert.Zu diesem Anlass gibt es regelmäßig einen Projektchor aus Eltern, Lehrern, Freunden und Ehemaligen der Herderschule.
Die Einnahmen der Konzerte dienen zunächst der Deckung der entstandenen Kosten (die Kopien der Chöre bezahlen diese selbst, GEMA-Gebühren, Auslagen für Bühnenbild etc.). Darüber hinaus wird regelmäßig die Arbeit der Aula-Technik AG finanziell unterstützt. Das übrige Geld wird benutzt, um Instrumente, technische Geräte o. ä., die für Choraufführungen genutzt werden, anzuschaffen.
Planung
Bei der Arbeit der Chöre der Klassen 5 – 7 sollen gegen Ende der Erarbeitungsphase die Chorleiter ein bis zwei Chorproben in einem anderen Chor abhalten:
-der Chorleiter der 6. Klassen im Chor der 5. Klassen
-der Chorleiter der 7. Klassen im Chor der 6. Klassen
-der Leiter des Jugendchores im Chor der 7. Klassen.
Auf diese Weise sollen die Schülerinnen und Schüler bereits den Leiter des nächsten Chores kennenlernen, eine weitere Teilnahme am Chor stärker motiviert werden.
Der JugendKammerchor fährt nicht auf eine eigene ausgedehnte Chorfahrt, hier ist aber die Teilnahme an einem Choraustausch mit einem anderen Gymnasium oder für die weitere Zukunft die Beteiligung an Chortreffen oder Wettbewerben geplant.
Der weitere Ausbau an Kompetenzen und Verantwortungsübernahme bei den Chorsprechern soll folgen. Bereits beim Erarbeiten der einzelnen Stücke sollen die Chorsprecher sich erste konkrete Gedanken über die Aufführung und Umsetzung auf der Bühne machen. Das Konzert wird so immer mehr zu einer „eigenen“ Sache.
Die Raumsituation wird aufgrund der Sanierungsmaßnahmen und der damit verbundenen Raumnot kurzfristig nicht geändert werden können. Langfristig muss hier aber bzgl. U2 über neue Lösungen nachgedacht werden.
Evaluation
Mit den Chorsprechern findet jährliche eine Evaluation nach der Chorfahrt und eine nach den Konzerten statt. Wichtige Punkte werden aufgeschrieben und als Ziele für das nächste Jahr aufgestellt. Eine Evaluation der geplanten Punkte findet im Anschluss an die Durchführung statt.
Die Chorleiterinnen und –leiter überdenken und besprechen die Durchführung eines Projektes stets im Anschluss an die Aufführungen. Konkrete Punkte werden aufgenommen und in die Planung des folgenden Projektes einbezogen.
[1] Prof. Dr. Franz Müller-Heuser, Präsident des Deutschen Musikrates in: H. G. Bastian: Kinder optimal fördern – mit Musik, Mainz, 2001, S. 7
[2] vgl. Musik(erziehung) und ihre Wirkung. Eine Langzeitstudie an Berliner Grundschulen, Mainz 2000
[3] vgl.: A. Mohr: Handbuch der Kinderstimmbildung, S. 35