Das Bild des Jungen mit rotem Wams und grüner Hose, Lockenmähne und langen Fingernägeln dürfte jedem bekannt sein.
Doch wie sieht es mit den Freunden des Querkopfes aus? Was machen der Zappelphillip, der Daumenlutscher, was geschieht, wenn Paulinchen das Feuerzeug entdeckt, oder der Kasper ständig die gute Suppe verschmäht?
Der Kurs Darstellendes Spiel (Jg. 11) von Frau Mattheus hat das bekannte Kinderbuch aus dem 19. Jahrhundert durchgeschaut und einige Bilder daraus inszeniert.
Zu sehen sind die „lustigen Geschichten“ (?!), wie der Autor Dr. Heinrich Hoffmann sein Buch mit „drollige[n] Bilder[n] für Kinder von 3 bis 6 Jahren“ beschreibt, am 21. und 22. März 2012 um 19 Uhr 30 in der Aula der Herderschule.
Der Kurs DSP 11 von Frau Becher entwickelt in diesem Schuljahr eine Eigenproduktion zum Thema Mauern. Durch abenteuerliches Improvisieren, Nachdenken und viele Gespräche wurde allen klar, dass wir fast täglich mit Mauern zu tun haben. In unseren persönlichen Beziehungen empfinden wir sie als Hindernis, aber auch als Schutzwall. In unserer nahen und fernen Umgebung, vor allem aber in der globalisierten Welt dienen Mauern oft dazu, Macht und Reichtum gegen unerwünschte Eindringliche zu verteidigen. Was sollen wir davon halten?
Der Kurs ist auf Wege, den roten Faden zu finden und aus vielen Einzelszenen ein spannendes Theaterstück zusammenzusetzen.
So spricht der Theaterdirektor in Goethes Faust I: Die Bühne ist bereit, das Publikum da, nun gilt es noch, das richtige Stück zu finden.
Auch im Fach Darstellendes Spiel, das an der Herderschule seit 1997 unterrichtet wird, geht es darum, das Publikum mit Stücken zu erreichen. Der Weg dahin gehtüber intensive Arbeit auf der Bühne mit den Schülern, die ab Klasse 10 dieses musische Fach wählen können. Darstellendes Spiel wird ebenfalls im Bereich des Wahlpflichtunterrichtes in den Jahrgängen 8 und 9 angeboten.
Da Darstellendes Spiel stark projektorientiertes Arbeiten bedeutet, wird Folgendes vorausgesetzt:
-Bereitwilligkeit, in einer Gruppe zu arbeiten,
-eigene Leistungen und die Leistung anderer reflektieren,
-Freude an der Ausdrucksschulung von Körper und Stimme.
Inhalte der Jahrgänge:
-DSP 10
oIm ersten Jahr steht die Einführung in theatrale Ausdrucksformen im Zentrum, d.h. es geht um Inhalte wie: Körper und Raum, Spiel mit dem Requisit, Stimme, Bewegung/Rhythmus, Spiel mit Texten, Ausgestaltung einer Rolle (u.a. Rollenbiographie).
Ziel ist es, dass die Schüler nach dem ersten Jahr Darstellendes Spiel selbstständig, z.B. auf der Basis eines Bildes, Gedichtes oder eines kurzen Prosa-Textes, eine Szene entwickeln und spielen können.
-DSP 11
oIm zweiten Jahr sollen die Grundlagen insofern Anwendung finden, als eine Stückerarbeitung verbindlich ist. Dabei geht es nicht darum, vorgegebene Stücke unreflektiert „nachzuspielen“, sondern mit Texten respektive Themen kreativ-reflektierend umzugehen. Dies kann z.B. durch Umschreiben von Texten, sprachlicher Adaption, Kürzung oder Szenenausgestaltung erfolgen. Das Umsetzen moderner Theaterelemente soll praktisch erfahren werden, was zudem den Bereich der Bühnengestaltung (Kulissen; Requisiten, Kostüme) einschließt.
Fotos vorheriger Produktionen: s.u.
-DSP 12
oIn diesen Monaten können die Schüler Inhalte aus den vorherigen Jahrgängen (eigenständig) vertiefen. Daneben wird Wert auf Theatertheorie gelegt, sodass u.a. Inhalte der Theatergeschichte sowie Tendenzen verschiedener Theaterschulen vermittelt werden.
-Leistungsbewertung:
oDa DSP nur zweistündig unterrichtet wird, gibt es pro Halbjahr eine Klausur, die im ersten Jahr einen spielpraktischen Schwerpunkt hat. In 11/12 sowie 12/13 nehmen die Theorieanteile zu.
oDie Mitarbeit im Kurs macht einen Großteil der Note aus; dazu gehört nicht nur das Spiel auf der Bühne, sondern auch die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit Dargebotenem.
oIm ersten Jahr zählt zudem die Mappe mit den Stundenprotokollen und Materialien bei der Notenvergabe. (Zählt zur mündlichen Leistung)
Fotogalerie
Shakespeare, Ein Sommernachtstraum (2004)
Les amants du métro (2006)
Vom Himmel hoch (2007) (Eigenproduktion)
Das Traumfresserchen (2007) (nach M. Ende)
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten (2007) (Eigenproduktion)
Shakespeare, Timon von Athen (2008)
Shakespeare, Der Widerspenstigen Zähmung (2008)
Brecht, Warum Frau Keith bevorzugt, abzureisen (2010)
Brecht, Warum Frau Keith bevorzugt, abzureisen (2010)