(eine Aktualisierung eines Gedichtes von G. Herwegh (1842). Der bereits Goethes „Nachtgesang“ (1804) ironisch brach)
Kant weilt schon lange unter den Toten Die Aufklärung ist eine Ewigkeit her Bequemlichkeit ist noch nicht verboten Schlafe, was willst du mehr?
Den Klagen aus einer strahlenden Umwelt Verschafft man mit Dreistigkeit kein Gehör Weil die Antwort immer schwerer fällt Schlafe, was willst du mehr?
Willst du doch mal eine Botschaft verkünden Dann halten Gewerkschaften dafür her An nichts musst du dich binden Schlafe, was willst du mehr?
Nur noch auf Schiffen ohne Mast Machst du Urlaub auf dem Meer Wenn du schon keine klare Sicht hast Schlafe, was willst du mehr?
Politiker brauchen nicht mehr anschaulich übertreiben Die Medien veranschaulichen absolut und übertriebener An keinen Widerspruch brauchst du dich reiben Schlafe, was willst du mehr?
Große Denker angemessen zu zitieren Drängt es nicht für den Befehl über das Heer Den Titel ja, aber Beliebtheit kannst du hier nicht verlieren Schlafe, was willst du mehr?
In der Wüste füllt die Waffe sich mit Munition Weiter im Norden, viel viel näher Flüstert man sehr leise nur: Revolution Schlafe, Deutschland, was willst du mehr?
Über Netzwerke wird die Welt organisiert Sozial, terroristisch und revolutionär - Vom Freundesfreund bis Unbekannt wird jeder akzeptiert Schlafe, was willst du mehr?
Dein Gehirn arbeitet im Standby Deinen Meinungsstatus lässt du dekadent leer Menschen in China dagegen sind nur 140 Zeichen frei Schlafe, was willst du mehr?
Drenize Rama
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 24. März 2011 um 16:08 Uhr